Generalversammlung 2017

Togofreunde haben einen neuen Vorstand gewählt

Viele Mitglieder, Sponsoren und Interessenten sind der Einladung des Vereins zur Mitgliederversammlung gefolgt.

Der designierte Vorsitzender Dr. Samuel Husunu hat die Sitzung mit der Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit eröffnet. Dann folgte ein Gedenken an die Verstorbenen des Jahres 2016. Fünf Gründungs-und langjährige Mitglieder verstarben in 2016.

In seinem Bericht gab Dr. Husunu einen Überblick über die Aktivitäten und über den Stand der Projekte. Der Verein hat sein 20 jähriges Gründungsjubiläum gefeiert. Die Feier war eigentlich die Realisierung 2 wichtigen Projekte:

  • Die Firma Iffland-hören, Stuttgart hatte mit 3 Filialleitern ein Zentrum für Schwerhörigen im Kreiskrankenhaus in Kpalime eröffnet. Zwei junge Togoer wurden angelernt und kümmern sich nun um die Dieses humanitäres Projekt wird 2017 fortgeführt. Der Geschäftsführer der Firma Iffland war persönlich mit 6 weitern Mitarbeitern in Togo. Insgesamt wurden über 300 Menschen mit Hörgeräten versorgt.
  • Mit Unterstützung des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung - BMZ hat der Verein der Togofreunde eine Mittelschule im Dorf Gbalave gebaut. Das Gebäude würde am 22. Oktober 2016 in Anwesenheit des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland in Togo und des togoischen Ministers für Bildung und Ausbildung sowie zahlreichen Würdenträgern feierlich eingeweiht. An diesem Tag fand die Übergabe der Abschlusszeugnisse an 31 jungen Menschen, die ihre Ausbildung im Zentrum des Vereins absolviert haben. Eine Delegation des Vereins war anwesend.Der Botschafter hat die Arbeit des Vereins gelobt und als gutes Beispiel des Engagements der deutschen Zivilbevölkerung für die Entwicklung Togos bezeichnet.

Für 2017 wird der Schwerpunkt der Vereinsarbeit die Unterstützung von Schulen und das Engagement  für das Ausbildungszentrum in Gbalave sein. Computers für die Schulen werden benötigt. Der Verein hat sich engagiert in diesem Jahr ca. 10 bis 15 Computer nach Togo zu senden, um Schulen damit zu versorgen.

In seinem Bericht hat der Schatzmeister Michael Fuhr die Einnahmen und Ausgaben dargelegt. So belaufen sich di Einnahme auf 70.733,79 und die Ausgaben auf 67.216,39 Euro. Größter Teil der Einnahme kam von Spender (ca. 20.000€) und vom Zuschuss des BMZ für den Bau der Mittelschule (25.500€); Zuschüsse vom Land Rheinland-Pfalz und von der Diözese Speyer - projektgebunden  je 5000€. Der Rest waren Beiträge der Mitglieder.

Die Mittelschule und das Ausbildungszentrum waren Hauptposten der Ausgaben in 2016.

Wichtig zu vermerken ist dass ist dass der Verein lediglich 230€ für die Verwaltung aufwendet. 100€ Porto und 130€ für Mitgliedschaft in Verbände in Deutschland. Das sind 0,34% der Ausgaben. 

Die Kassenprüfer betätigten dem Schatzmeister eine sehr ordentliche und transparente Buchung. Alles Belege waren sauber geordnet und die Ausgaben nachvollziehbar. Sie beantragten die Entlastung des Vorstandes, was die Versammlung einstimmig bestätgte  

Die Gründungsmitglieder Siegbert Kemmer und Kurt Klimperle wurden zum Ehrenvorsitzenden bzw. Ehrenmitglied ernannt.

Wolfgang Nolting  leitete  zügig die Neuwahlen: Vorsitzender  einstimmig gewählt wurde der bisherige kommissarische Vorsitzende Dr. Samuel Husunu, der als Gründer des Togovereins, bis zu seinem berufsbedingten Wegzug in die USA, bereits 7 Jahre den Vorsitz geführt hatte, 2.Vorsitzender wurde neu Oliver Hägele.  Schatzmeister blieb Michael Fuhr, ebenso Mireille Mathey als Schriftführerin. In ihren Ämtern wurden die Beisitzer Romain Husunu, Kurt Klimperle, Rudi Müller, Gabriele Hemmer und Clemens Deutsch bestätigt. Neu hinzu kamen Monika Pfahler und Siegbert Kemmer, der sich als Beisitzer zur Verfügung stellte.

Als Kassenprüfer wurden H. Bertold Brecht, Jockgrim  und H. Michael Faust, Rheinzabern wiedergewählt.

Anschließend gab es einen kleinen Empfang . Über 20 Jahre waren seit der Gründung am 14.4.1996 vergangen.  In seinem  Rückblick, eindrucksvoll dokumentiert durch die Filme und Bilder,  zeigte Dr.Husunu die einzelnen Projekte auf. Deren Verwirklichung kann den Verein mit Stolz erfüllen. Nur dadurch, dass es immer wieder gelang neben den Mitgliedsbeiträgen Sponsoren zu finden, konnten die vielen Projekte verwirklicht werden.

Dem neugewählten Vorsitzenden Dr.Husunu war es anschließend eine besondere Freude Ehrungen vornehmen zu dürfen .

Das neuernannte Ehrenmitglied Kurt Klimperle engagierte sich in vielfältiger Weise für den Togoverein. So legte er die Homepage des Vereins an und führte diese über viele Jahre hinweg. Der Aufbau des EDV Zentrums in Kpalimé ist sein Verdienst. Unzählige Computer, Bildschirme, Drucker etc. machte er „startklar“ und leitete sie mit den Mitgliedern nach Togo weiter. Das Zentrum arbeitet heute selbständig und bietet 3-4  Afrikanern Arbeitsplätze. Das Zentrum wird aber weiterhin unterstützt.

Siegbert Kemmer, der neue Ehrenvorsitzende, war wiederum seit 1972 aktiv bei der Togohilfe tätig, zuerst bei der „Aktion Togo“, dann nach der Gründung im Verein der Togofreunde. 13 Jahre leitete er den Verein. Gesundheitliche Probleme veranlassten ihn den Vorsitz abzugeben.

„Die Arbeit des Togovereins ist eine Erfolgsgeschichte“, betonte Siegbert Kemmer in seiner kurzen Dankesrede. Bildung, Ausbildung und das Gesundheitswesen standen und stehen im Mittelpunkt der Arbeit des Vereins. Der Bau von Kindergärten, Grundschulen, einer großen Mittelschule, einer Bibliothek, nicht zu vergessen das Ausbildungszentrum für Schreiner, Maurer, SchneiderInnen, Friseusen und  Elektriker erforderten ein großes Engagement aller. Im Bereich der Hygiene und Gesundheitsförderung standen der Bau einer Sozial- und Entbindungsstation, einer Apotheke und  vieler Brunnen, der bereits zweimalige Einsatz der „Fa.Iffland-Hören“ in Togo für Hörgeschädigte im Zentrum vieler Bemühungen. Vielen Kindern konnte durch Paten geholfen werden, ebenso Studenten und Studentinnen, Waisenhäusern, dem  Aids-Krankenhaus in Kpalimé und einem Lepradorf in Akata. Sie erfuhren finanzielle und materielle Hilfen.

„Die augenblickliche politische Situation in Afrika, die Flüchtlingswelle, die nach Europa überschwappt, rechtfertigt unsere Arbeit. Im Kleinen versuchen wir mitzuhelfen, dass die Togoer in ihrem Heimatland verbleiben-ein kleiner Tropfen. .

In diesem Zusammenhang teilte uns die Staatsministerin im Auswärtigen Amt in  Berlin folgendes mit:“Die deutsche Botschaft in Lomé stellt jährlich 200 Visa für Familienzusammenführung und ca. 50 für Studierende aus  Mit dieser Zahl kann man leben!“

Jean Ziegler, der unermüdliche Schweizer Kämpfer gegen jegliche Gewalt, schreibt in seinem neuesten Buch „Der schmale Grad der Hoffnung“: „ Kein Grund zur Resignation- was mich angeht, so werde ich den Kampf fortsetzen. Und ich werde nicht aufgeben.- Die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag.“

Ein gemeinsamer Umtrunk beschloss die gut besuchte Generalversammlung.

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