Nachruf Emil Hemmer

 

„ Monsieur Zack-Zack“ ist tot.


Am 4.Juli 2016 verstarb Emil Hemmer im Alter von 89 Jahren. Seinen 90.Geburtstag durfte er nicht mehr erleben. Das Gründungs- und Ehrenmitglied des “Vereins der Togofreunde e.V. Jockgrim“ mit der Außenstelle Pirmasens war der treibende Motor bei der Dorfentwicklung des Ortes Gbalavé, dem Heimatort unseres 2.Vorsitzenden Dr. Samuel Husunu. Als gelernter Schreiner und Zimmermann war er der richtige Mann am richtigen Platz, ein Praktiker, der unermüdlich tätig war, wenn er in Togo weilte. 1984/ 85 war Emil mit einer kleinen Delegation unter Leitung seines Schwagers Pfarrer Krob in Togo. Wir suchten nach Projekten. Da kam die Hilfe für ein völlig unterentwickeltes Dorf für ihn wie gerufen. Emil hatte ja schon Erfahrung bei seinen ersten Aufenthalten in Agbodrafo. Dort leiteten drei Priester aus der Diözese Speyer die dortige Pfarrei. Seine Hilfe bei dem Aufbau der Gebäude war unentbehrlich.

Gbalavé wurde zu seiner 2. Heimat. Die Pirmasenser unterstützten ihn großzügig, so dass er viele Projekte verwirklichen konnte: Der Bau einer zweistöckigen Grundschule mit dem Kindergarten, Bau einer Sozialstation, die seinen Namen trägt, daneben die Apotheke, Bau des Ausbildungszentrums mit seinen vielen Gebäuden, Überdachung der Marktstände, Bau zweier großer Toilettenanlagen, ein Anbau an der staatlichen Grundschule, Bohrung vieler Brunnen uvm. Markenzeichen an den Bauten waren die Rundsäulen. Jeder wusste dann, dass Emil Hemmer hier tätig war.

In den Anfangsjahren verschickte der Verein noch Container nach Togo. Emil gelang es hochwertige Maschinen, insbesondere für die Schreinerei dorthin zu bringen. Große Trauer erfüllt nun das Dorf Gbalave, dessen Ehrenbürger Emil war. Obwohl kein französisch sprechend, verstand ihn jeder bei seinen Aufenthalten. „Zack-Zack“, um 6 Uhr am Morgen musste die Arbeit beginnen. Der großgewachsene hagere Deutsche war allen, auch den Kindern bekannt mit denen er gerne herumalberte.

Bei seinem letzten Besuch hatte er schon leichte Orientierungsprobleme- aber hätte er sich verlaufen, jeder wusste wo der weiße Afrikaner seine Unterkunft hatte.

Alle haben ihm viel zu verdanken!

Danke Emil!